Benutzerspezifische Werkzeuge

Unified Messaging

Unified Messaging ermöglicht es Anwendern, Informationen so abzulegen, dass diese durch Adressaten in einem beliebigen Format (bspw. als Audio-, Video-, Bild- oder Textdatei) mit Hilfe eines Client-Programms abgerufen werden können.

[Chatterjee, Byun 2002] definieren den Begriff in folgender Weise: „Unified messaging enables users to communicate using email, fax, and telephone by making the access device independent of the media format. (...) With the convergence of voice, fax, email, and video onto one network, it becomes increasingly easier to deploy a unified messaging platform.“

Nach wie vor ist E-Mail einer der am stärksten genutzten Kommunikationskanäle auch innerhalb einer Organisation. Hinzu kommen Sprachmitteilungen (Telefon-, Videokonferenz), SMS, Einträge in verschiedenen Sozialen Netzwerken, RSS, und Text-Chat. Diese Vielfalt führt zu Medienbrüchen, die Informationsflüsse und -abrufe behindern. Durch das Aufkommen mobiler Kommunikation (insbesondere Smartphones und mobile Applikationen) hat sich das Spektrum möglicher Kommunikationskanäle noch mehr erweitert [Stieglitz, Brockmann 2012]. Unified Messaging beschreibt daher den Ansatz, die innerhalb einer Organisation genutzten Austauschformate in eine einheitliche Form zu bringen und über unterschiedliche Endgeräte und Clients verfügbar zu machen. Hierzu werden ggf. Informationen digitalisiert und den Nutzern verfügbar gemacht. Das Vereinheitlichen und Zusammenführen von Informationen aus verschiedenen Technologieformaten hat das Ziel, Kommunikation unabhängig von den verwandten Methoden und Endgeräten zu ermöglichen und Informationen in geeigneter Weise zuzustellen. Ein Beispiel für die Zusammenführung von Informationen aus unterschiedlichen Systemen ist die Harmonisierung des Präsenzstatus von verschiedenen Messaging Systemen (z.B. Outlook und Skype).

Literatur

Chatterjee, S.; Byun, J.: "Network Convergence: Where is the Value?," Communications of the Association for Information Systems: Vol. 9, Article 27, 2002.

Fischer, J.; Liesenfeld, A.: Unified Communication – Praxisleitfaden – Vereinigte Kommunikationsdienste planen, implementierten und erfolgreich einsetzen, München: Carl Hanser Verlag, 2002.

Picot, A.; Riemer, K.; Taing, S.: Unified Communications. In: Kurbel K et al. (Hrsg): Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. 2. Auflage, München: Oldenbourg 2008, http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/informationssysteme/kommunikations-und-kollaborationssysteme/Unified-Communication/index.html. Abruf am 2012-10-03.

Riemer, K.; Klein, S.: Presence Signalling in Unified Communication Systems - A Framework for Adaptation in Context. In: Hansen H.R. et al. (Hrsg): Business Services - Konzepte, Technologien, Anwendungen. Wien : Österreichische Computer Gesellschaft, S. 265–274.

Stieglitz, S.; Brockmann, T.: Increasing Organizational Performance by Transforming into a Mobile Enterprise. MIS Quarterly Executive (MISQE) 11 2012, Nr. 4, S. 189-204.

 

 

Autor


 

Prof. Dr. Stefan Stieglitz, Professionelle Kommunikation in elektronischen Medien / Social Media, Universität Duisburg-Essen, Forsthausweg 2, 47057 Duisburg

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Zuletzt bearbeitet: 22.11.2016 15:24
Letzter Abruf: 23.08.2017 02:28
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