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Quick Response

Das Quick Response-Konzept verfolgt die Idee, durch die Weitergabe von Point-of-Sale-Daten in der Supply-Chain, die Reaktionsfähigkeit und Durchlaufzeiten zu senken.

Idee und Funktionsweise

Die Idee hinter Quick Response (QR) ist, durch Verkürzung der Wiederbeschaffungszeiten schnell auf Änderungen der aktuellen Marktnachfrage reagieren zu können. Zulieferer nutzen in Echtzeit übermittelte Point-of-Sale (POS)-Daten, um ihre Produktion und ihr Bestandsmanagement mit den aktuellen Verkäufen beim Endhändler zu synchronisieren. Lieferungen werden dabei immer noch auf Basis von Bestellungen durchgeführt, Planung und Absatzvorhersage beruhen jedoch auf der Marktnachfrage, wodurch starke Abweichungen und lange Durchlaufzeiten, zwei Hauptursachen des Bullwhip-Effekts, vermindert werden können.

Auswirkung

Durch die Verkürzung der Bestellzeiten verringert sich der Planungshorizont; der Abnehmer kann in kleineren Intervallen entsprechend seines tatsächlichen Bedarfs bestellen und somit seinen Lagerbestand verringern und in kleineren Losgrößen bestellen. Auch beim Zulieferer nehmen Bestände ab, u. a. deshalb, weil für das Halten des gleichen Verfügbarkeitsniveaus aufgrund des kürzeren Zeitraums ein geringerer Sicherheitsbestand nötig ist [Simchi-Levi, Kaminski, Simchi-Levi 2003, S. 153 f; Chopra, Meindl 2001, S. 234 f]. Quick Response bezieht sich dabei nicht zwingend nur auf den Abgleich zweier aufeinander folgender Partner, sondern auf alle an der Supply-Chain beteiligten Unternehmen.

Historie

Bekannt wurde QR Ende der 1980er Jahre in den USA zunächst vor allem in der Textil- und Bekleidungsbranche, wo sich Unternehmen aufgrund der großen Herausforderungen auf ihrem Heimatmarkt zur Voluntary Interindustry Commerce Standards Association (VICS) zusammenschlossen und die Implementierung des Programms vorantrieben, um die langen Durchlaufzeiten zu verringern [Coyle, Bardi, Langley 1996, S. 218].  Eines der ersten Unternehmen, das QR erfolgreich einsetzte, war die Textilfirma Milliken & Company. Das Unternehmen konnte die Durchlaufzeit durch den gesamten Logistikkanal von 18 auf 3 Wochen verkürzen [Coyle, Bardi, Langley 1996, S. 219 ff].

Literatur

Chopra, Sunil; Meindl, Peter: Supply-Chain Management. Upper Saddle River, NJ : Prentice Hall, 2001.

Coyle, John J.; Bardi, Edward J.; Langley, C. John: The Management of Business Logistics. 6. Aufl., St. Paul, MN u.a. : Thomson, 1996.

Simchi-Levi, David; Kaminsky, Philip; Simchi-Levi Edith: Designing & Managing the Supply-Chain. 2. Aufl., Boston, MA u.a. : Mcgraw-Hill, 2003.

Autor


 

Dr. Kai Riemer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, ERCIS European Research Center for Information Systems, Lehrstuhl für WI und Interorganisationsysteme, Leonardo-Campus 3, 48149 Münster

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Zuletzt bearbeitet: 25.10.2012 12:15
Letzter Abruf: 26.06.2017 17:56
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